Kostenkalkulation Maschinenmontage/-installation

Die Montage von Baugruppen und kompletten Maschinen wird in der Praxis häufig nicht im Detail kalkuliert, aus Aufwandsgründen und wegen fehlender geeigneter Werkzeuge. Für die Ermittlung der Montagekosten werden in diesem Fall Kennzahlen verwendet, die aus bereits abgewickelten Aufträgen abgeleitet werden. 

Eine konkrete, auf detaillierten Fakten basierte Kosten und Terminplanung ist auf dieser Basis nur sehr schwierig und mit großer Erfahrung möglich. 

Der heutige Preis- und Termindruck im Maschinenbau verlangt, neben der exakten technischen Beschreibung der Produkte, genaue Kosten- und Termininformationen, um Aufträge profitabel und termingerecht abwickeln zu können. 

Das Kalkulationsprogramm TICC bietet die Möglichkeit, strukturiert und auf Basis vorhandener technischer Unterlagen, Montageprozesse und -aufwendungen konkret abzubilden. 

Damit kann bereits in der Konstruktions- und Planungsphase ein exaktes Bild über den Kosten- und Zeitaufwand erstellt werden. Kostentreiber werden erkannt und können abgestellt werden. ​

Schließlich entsteht ein detailliertes und reproduzierbares Kostenwissen über die Montageprozesse durch die systematische Datenablage.

Ein stücklistenorientierter Kalkulationsprozess

In der Maschinenkonstruktion werden Bauteile Schritt für Schritt konstruiert und in Baugruppen zusammengefügt, bis die gesamte Maschine dargestellt ist. Die enthaltenen Komponenten, ob Eigenkonstruktion oder Zukauf, werden in einer Stücklistenstruktur logisch und hierarchisch strukturiert.

Für die Ermittlung der Montagezeiten und -kosten kommt die identische Stücklistenstruktur zum Einsatz. Sie wird entweder in TICC aus dem CAD-3D-Volumen-Modell erzeugt oder aus dem ERP-System übernommen. Ebenso ist es möglich, CAD-Daten und ERP-Stückliste kombiniert zu verarbeiten.

TICC erzeugt aus den bereitgestellten Informationen eine eindeutige Kalkulations-stückliste und legt die Daten in einer übersichtlichen Baumstruktur ab, die Montageumfang und -reihenfolge darstellt.

In der Stückliste können mechanische Montage incl. Steuerungstechnik und elektrische Montage dokumentiert werden. Der Detaillierungsgrad ist dabei projektbezogen und individuell einstellbar über die Stücklistenstruktur.

Jeder Stücklistenposition wird eine Montagezeit zugeordnet. Bereits ermittelte und getestete Montagezeiten für wiederkehrende Tätigkeiten können aus der Montagedatenbank ausgelesen und zugeordnet werden.

Für den Fall, dass aufgrund der Gegebenheiten längere Montagezeiten als üblich für einen Vorgang angesetzt werden müssen, z.B. weil der Einbauort schwer zugänglich ist, können dafür Zusatzzeiten zugeordnet werden.

Verbindungselemente, wie Schrauben und Stifte, werden vom System automatisch erkannt. Ihnen wird ein Standardwert für die Montagezeit zugeordnet.

Umfangreiche Unterstützungsfunktionen

Unterstützende Menüpunkte erleichtern die Bearbeitung und helfen dabei, die Projektbearbeitung zu beschleunigen. Filter- und Suchfunktionen erlauben es, Stücklistenpositionen nach folgenden Kriterien zu selektieren:

- Mit / ohne eingetragenenen Montagezeiten
- Mechanische / elektrische Montage
- Fertigungsteile / Kaufteile
- Mit / ohne enthaltenen Montageanweisungen

Den einzelnen Stücklistenpositionen können 3D-Darstellungen des Bauteils und PDF-Dokumente mit Dokumentationen und Anleitungen für die Montage zugeordnet werden. 

Für beliebige Baugruppen können 3D-PDF-Darstellungen und Explosionszeichnungen erzeugt werden. Die Kalkulation wird damit zu einem universellen Informations- und Dokumentationswerkzeug für die Maschinenmontage.

Kalkulationsergebnis als Datenblatt

Das Kalkulationsergebnis wird ein einem übersichtlichen Kalkulationsblatt dargestellt. Weitere Darstellungen zeigen den Bearbeitungsfortschritt im Projekt und unterstützende Statistiken.

Alle Kalkulationsdaten werden in einer SQL-Datenbank abgelegt und sorgen für eine eindeutige Dokumentation. Die Daten können damit jederzeit für künftige Projekte wiederverwendet werden.


Vielfältiger Nutzen von TICC

Korrekte Kalkulationen - Fehlkalkulationen sind Vergangenheit

Komplexe Konstruktionen, insbesondere Schweißkonstruktionen, sind extrem aufwändig zu kalkulieren und die Gefahr von Fehlern ist groß. Mit TICC gehören unsichere und fehlerhafte Kalkulationen der Vergangenheit an, weil auf Basis des CAD-Modells rechnergestützt kalkuliert wird.

Erhebliche Zeitersparnis

Die Zeitersparnis ist enorm. In Versuchen wurden komplexe Konstruktionen mit einem Zeitaufwand von weniger als 25% des bisherigen Aufwandes kalkuliert.

Aufbau einer dokumentierten Wissensbasis

Teamarbeit mit erfahrenen und weniger erfahrenen Kalkulatoren ist mit TICC sehr vorteilhaft. Die Wissensbasis wird durch die Dokumentation in den Systemparametern laufend verfeinert und allgemein zugänglich gemacht. Die Unterstützung von weniger erfahrenen Kalkulatoren durch die Wissensträger beschränkt sich auf die Durchsprache der „Problemzonen“ im Projekt und wird damit deutlich reduziert.

Grundlage für die Produktionsplanung

Mit Hilfe der Kalkulationsdaten wird die Grundlage für den Arbeitsplan gelegt, was die Arbeitsvorbereitung entlastet, die Einplanung von Maschinen, Betriebsmitteln und Personal wesentlich einfacher macht und vor allem für realistische Planungsdaten sorgt.

Datenbasis für den Einkauf bei Make or Buy Entscheidungen

Ein entscheidender Vorteil des TICC-Kalkulationsblattes ist es, wenn Make or Buy-Entscheidungen anstehen: der Einkauf hat eine klare und mit harten Fakten unterlegte Datenbasis, um Lieferantenangebote zu hinterfragen und zu realistischen Einkaufspreisen zu gelangen.

Angebotskalkulation in der Lohnfertigung

Das TICC-System ist auch ideal, um Teile zu kalkulieren, die in Lohnfertigung erstellt werden. Die Preise können stückzahlbezogen ausgewiesen werden, ebenso Staffelungen.

Idealerweise sollten auch in diesem Falle 3D-Daten zur Verfügung stehen. Doch auch auf Basis von 2D-Daten, z.B. im DXF-Format, oder Papierzeichungen ist TICC effizient einsetzbar.

TICC ist Teil von OPUS-CAM mit umfangreichen Möglichkeiten

Das TICC-Kalkulationssystem baut auf dem OPUS-CAM-Fertigungssystem auf. Daraus ergeben sich weitere Vorteile, sobald das Produkt fertig konstruiert und für die Fertigung freigegeben ist (und die entsprechenden OPUS-Komponenten im Einsatz sind):

Datenübernahme in das ERP-System

Die Kalkulationsdaten werden selektiv in das ERP-System übernommen zur zentralen Haltung der Auftragsdaten und für die kommerziellen Projektschritte, z.B. Controlling und Fakturierung.

Schnelle NC-Programmierung durch Nutzung der TICC-Datensätze

Die TICC-Daten werden für die NC-Programmierung verwendet, was den Aufwand in der Programmierabteilung reduziert.

Steuerung der gesamten Fertigung

Das OPUS-System deckt den gesamten Einsatz von Personal, Werkzeug, Betriebs- und Prüfmitteln ab. Die erforderlichen Arbeitspläne werden mit den TICC-Daten befüllt, was auch in der Arbeitsvorbereitung zu einem reduzierten Aufwand führt.

Direkte Maschinenanbindung und Erfassung von Maschinen- und Bedienerdaten

Durch die zentrale Anbindung aller Maschinen (DNC/MDE) und Buchungsterminals (BDE/PZE) wird ein Projektcontrolling in Echtzeit realisiert. Es ist jederzeit transparent, wo die einzelnen Aufträge stehen und wo Maßnahmen erforderlich sind.

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Friedrich Renoth

Friedrich Renoth, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Ist Geschäftsführer der ProXpert GmbH und hat 30 Jahre Erfahrung als Führungskraft in der Automobilindustrie, Geschäftsführer im mittelständischen Maschinenbau und Restrukturierungs-Spezialist. Heute gibt Friedrich sein Wissen als Industrie 4.0 Experte für den Mittelstand weiter. Seine wichtigste Prinzipien (u.a.) sind: „Wenn du es genau betrachtest, ist es ganz einfach“ sowie „SNS – Schaffe, net Schwätze“ und „ZDF – Zahlen, Daten, Fakten“.

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