Kostenkalkulation Drehbearbeitung

Sehr einfach und schnell wird mit der TICC Software die Kostenkalkulation von Bauteilbearbeitungen durchgeführt. Das Demonstrationsvideo zeigt eindrucksvoll, wie schnell und einfach die Zeit- und Kostensimulation für Dreh-/Fräsbearbeitungen abläuft.

Mit TICC kann, nach Installation und einer zweitägigen Schulung, sofort produktiv kalkuliert werden, mit einem komplett voreingestellten System.

Die ersten Projekte sind naturgemäß etwas aufwändiger, weil sich die routinierte Handhabung der Software einspielen und das System kundenspezifisch konfiguriert werden muss.

Ein einfacher und strukturierter Kalkulationsprozess

Das Projekt wird mit dem Einlesen des 3D-Modells gestartet, das üblicherweise in einem Datenaustauschformat wie SAT oder STEP vorliegt. TICC verarbeitet alle gängigen Datenformate. 

Die Rotationshülle wird automatisch erzeugt. Vorgegebene Rohteilabmessungen können im Kalkulationsdatensatz abgelegt werden.

Die Schnittdaten werden dabei aus der Werkzeug- und Materialdatenbank ausgelesen, können aber für jeden Bearbeitungsschritt manuell angepasst werden.

Nach Abschluss der Drehbearbeitung wird das Modul für die Bearbeitung mit angetriebenen Werkzeugen aufgerufen. Fräsbearbeitungen und Bohrungen werden mit der automatischen Feature-Erkennung erkannt und berechnet.

Mit Hilfe der automatischen Bohrungserkennung werden die Bearbeitungsschritte für das Herstellen der Bohrungen und Gewinde am Bauteil simuliert.

Werden Gewinde erkannt, so wird die gesamte Bearbeitung, also Kernlochbohrung, Anfasung und Gewindeschneiden, automatisch in die Bearbeitungsliste eingetragen.

Zum Abschluss der Datenermittlung für das endgültige Kalkulationsergebnis werden die Rüst- und Nebenzeiten für die Maschine in eine Tabelle eingetragen.

Damit sind für ein Bauteil mit mit Dreh-/Fräsbearbeitungen alle Schritte definiert und TICC berechnet für jeden einzelnen Bearbeitungsschritt die erforderliche Zeit.

Kalkulationsergebnis als Datenblatt

Das Kalkulationsergebnis wird in einem detaillierten Datenblatt dokumentiert, in dem die Bearbeitungszeiten für jeden Bearbeitungsschritt dokumentiert und das Ergebnis als Zeit- und Kostensumme ausgewiesen ist.

Zur sofortigen Nachvollziehbarkeit und Kontrolle der Kalkulation werden Maschinenstundensatz und Werkzeuginformationen angezeigt.

Kundenspezifische Konfiguration

TICC baut auf dem OPUS-3D-CAM-System auf und unterstützt deshalb von der Vorgehensweise her besonders Kalkulatoren, die ihre fachliche Qualifikation in der Fertigungspraxis erworben haben. 

Das System ist mit Werkzeug-, Schnitt und Werkstoffdaten komplett konfigurierbar, um in der Kostensimulation die Gegebenheiten im Betrieb bestmöglich abzubilden.

Effiziente Kalkulation auch ohne 3D-CAD-Modell

Erfahrene Praktiker, insbesondere aus dem Bereich der Lohnfertigung, werden anführen, dass für die Vorkalkulation von Angebotspreisen von vielen Interessenten und Kunden keine 3D-CAD-Daten bereitgestellt werden. 

TICC hat auch für die Anfragen eine Lösung zu bieten, wo auf Basis von 2D-Daten oder Papierzeichnungen kalkuliert werden muss.

Natürlich ist in diesem Falle mehr Handarbeit erforderlich, aber die Bearbeitung der Kalkulation ist dennoch einfach. Es müssen lediglich die Bearbeitungen schematisch in eine Tabelle eingetragen werden. 

Sobald die Daten erfasst sind, erfolgt das Berechnen von Bearbeitungszeit und -kosten durch TICC in gleicher Weise wie bei der automatisierten Variante auf Basis eines 3D-Volumenmodells.


Vielfältiger Nutzen von TICC

Korrekte Kalkulationen - Fehlkalkulationen sind Vergangenheit

Komplexe Konstruktionen, insbesondere Schweißkonstruktionen, sind extrem aufwändig zu kalkulieren und die Gefahr von Fehlern ist groß. Mit TICC gehören unsichere und fehlerhafte Kalkulationen der Vergangenheit an, weil auf Basis des CAD-Modells rechnergestützt kalkuliert wird.

Erhebliche Zeitersparnis

Die Zeitersparnis ist enorm. In Versuchen wurden komplexe Konstruktionen mit einem Zeitaufwand von weniger als 25% des bisherigen Aufwandes kalkuliert.

Aufbau einer dokumentierten Wissensbasis

Teamarbeit mit erfahrenen und weniger erfahrenen Kalkulatoren ist mit TICC sehr vorteilhaft. Die Wissensbasis wird durch die Dokumentation in den Systemparametern laufend verfeinert und allgemein zugänglich gemacht. Die Unterstützung von weniger erfahrenen Kalkulatoren durch die Wissensträger beschränkt sich auf die Durchsprache der „Problemzonen“ im Projekt und wird damit deutlich reduziert.

Grundlage für die Produktionsplanung

Mit Hilfe der Kalkulationsdaten wird die Grundlage für den Arbeitsplan gelegt, was die Arbeitsvorbereitung entlastet, die Einplanung von Maschinen, Betriebsmitteln und Personal wesentlich einfacher macht und vor allem für realistische Planungsdaten sorgt.

Datenbasis für den Einkauf bei Make or Buy Entscheidungen

Ein entscheidender Vorteil des TICC-Kalkulationsblattes ist es, wenn Make or Buy-Entscheidungen anstehen: der Einkauf hat eine klare und mit harten Fakten unterlegte Datenbasis, um Lieferantenangebote zu hinterfragen und zu realistischen Einkaufspreisen zu gelangen.

Angebotskalkulation in der Lohnfertigung

Das TICC-System ist auch ideal, um Teile zu kalkulieren, die in Lohnfertigung erstellt werden. Die Preise können stückzahlbezogen ausgewiesen werden, ebenso Staffelungen.

Idealerweise sollten auch in diesem Falle 3D-Daten zur Verfügung stehen. Doch auch auf Basis von 2D-Daten, z.B. im DXF-Format, oder Papierzeichungen ist TICC effizient einsetzbar.

TICC ist Teil von OPUS-CAM mit umfangreichen Möglichkeiten

Das TICC-Kalkulationssystem baut auf dem OPUS-CAM-Fertigungssystem auf. Daraus ergeben sich weitere Vorteile, sobald das Produkt fertig konstruiert und für die Fertigung freigegeben ist (und die entsprechenden OPUS-Komponenten im Einsatz sind):

Datenübernahme in das ERP-System

Die Kalkulationsdaten werden selektiv in das ERP-System übernommen zur zentralen Haltung der Auftragsdaten und für die kommerziellen Projektschritte, z.B. Controlling und Fakturierung.

Schnelle NC-Programmierung durch Nutzung der TICC-Datensätze

Die TICC-Daten werden für die NC-Programmierung verwendet, was den Aufwand in der Programmierabteilung reduziert.

Steuerung der gesamten Fertigung

Das OPUS-System deckt den gesamten Einsatz von Personal, Werkzeug, Betriebs- und Prüfmitteln ab. Die erforderlichen Arbeitspläne werden mit den TICC-Daten befüllt, was auch in der Arbeitsvorbereitung zu einem reduzierten Aufwand führt.

Direkte Maschinenanbindung und Erfassung von Maschinen- und Bedienerdaten

Durch die zentrale Anbindung aller Maschinen (DNC/MDE) und Buchungsterminals (BDE/PZE) wird ein Projektcontrolling in Echtzeit realisiert. Es ist jederzeit transparent, wo die einzelnen Aufträge stehen und wo Maßnahmen erforderlich sind.

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Friedrich Renoth

Friedrich Renoth, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Ist Geschäftsführer der ProXpert GmbH und hat 30 Jahre Erfahrung als Führungskraft in der Automobilindustrie, Geschäftsführer im mittelständischen Maschinenbau und Restrukturierungs-Spezialist. Heute gibt Friedrich sein Wissen als Industrie 4.0 Experte für den Mittelstand weiter. Seine wichtigste Prinzipien (u.a.) sind: „Wenn du es genau betrachtest, ist es ganz einfach“ sowie „SNS – Schaffe, net Schwätze“ und „ZDF – Zahlen, Daten, Fakten“.

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